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Pastoralverbund "Hagen - An der Volme" PDF Drucken E-Mail

Karte vergrößernZum 23. Juli 2000 wurden für das Erzbistum Paderborn die sog. Pastoralverbünde eingeführt. Der derzeitige Priestermangel hat diese Maßnahme erfordert.
Zum 1. April 2008 hat nun Erzbischof Becker den Pastoralverbund "Hagen - An der Volme" errichtet. Dieser besteht aus den Gemeinden:

  • Pfarrei St. Josef, Hagen
  • Pfarrei St. Marien, Hagen
  • Pfarrei St. Meinof, Hagen
  • Pfarrei St. Petrus Canisius, Hagen-Eckesey
  • Pfarrei Herz Jesu, Hagen-Eilpe
  • Pfarrei Liebfrauen, Hagen-Vorhalle

Leiter des Pastoralverbundes ist Dechant Pfr. Dieter Osthus.

"Der Pastoralverbund hat die Aufgabe, das kirchliche Leben in den Gemeinden zu fördern und Formen einer fruchtbaren Zusammenarbeit der Pfarreien und Pfarrvikarien für eine missionarische Tätigkeit in der Welt von heute Stärkung zu suchen und zu verwirklichen. Ziel ist die Bündelung der pastoralen Dienste und der Verwaltungsaufgaben." [...]
Grundstatut für Pastoralverbünde im Erzbistum Paderborn, Art. 2, Abs. 1

Dabei bleiben die einzelnen Pfarreien im Pastoralverbund selbstständig.


Sicherlich ist der Pastoralverbund aufgrund der Ausdehnung - quer durch Hagen - nicht unumstritten. Im Zeichen der Mobilität sollten diese Entfernungen kein Hindernis darstellen. Wir sind es bisher gewohnt, dass jede Gemeinde ihre Selbständigkeit hat. Dies wird sich auch in der nächsten Zeit noch nicht ändern.

Kurzfristig wird sich für uns also nicht viel ändern. Doch wir sollten unseren Blick über den Kirchturm hinaus lenken. Wir sehen, dass es aufgrund des akuten Priestermangels notwendig ist, sich mit anderen Gemeinden zusammenzutun um eine akzeptable „geistliche Versorgung" flächendeckend zu gewährleisten.

Die Bildung der Pastoralverbünde war also notwendig.

In einer Zweierbeziehung muss man sich mit dem Partner in allen Punkten arrangieren. Wenn noch ein paar Freunde dazu kommen, muss man sich nicht unbedingt mit jedem in jeder Frage gut verstehen.
Sehen wir den großen Pastoralverbund als Chance. In diesem Konstrukt hat jeder die Möglichkeit, den Partner zu finden, der am besten zu einem passt. So können bestehende Kontakte zum Vorteil aller weiter ausgebaut werden. Jede Gemeinde kann von den „Spezialisten" einer anderen Gemeinde des Pastoralverbundes lernen und profitieren - und dafür haben wir jetzt fünf Partnergemeinden zur Auswahl.

Wir dürfen uns auch nicht einbilden, dass die anderen vier Gemeinden, die bis zu diesem Zeitpunkt einen Pastoralverbund gebildet hatten, die beiden neuen Gemeinden mit offenen Armen aufgenommen hätten. Die Vorbehalte sind sicherlich allen nachvollziehbar.

Anfang November 2008 trafen sich die PGR-Vorsitzenden zu einem ersten gemeinsamen Gespräch und Ende November fand ein Treffen mit allen Pfarrgemeinderäten des Pastoralverbundes statt. In diesen Gesprächsrunden werden die nächsten notwendigen Schritte wie die Einsetzung des Koordinierungskreises besprochen, so dass dann zu Beginn des Jahres 2009 damit begonnen werden kann, den Pastoralverbund zu leben.

Auch wir sind gespannt, wie dieser Prozess weitergeht - wir werden Sie weiterhin informieren.