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Beschreibung des Neubaus durch den Architekten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Büro Vedder, Menden   
Freitag, 01. Dezember 2006 um 00:00

Der Entwurf für das neue Pfarrheim wird - mit einem kleinen Innenhof als Bindeglied - direkt an den nördlichen Teil der Kirche herangerückt. So werden die Eingriffe in Freiraum und Baumbestand minimiert; die Gebäudestellung erfordert nur ein geringes Mehr an Flächenversiegelung, da der größte Teil der Baufläche schon zuvor befestigt war.

Die Gebäudestellung in enger Nachbarschaft zur Kirche signalisiert die Gemeindenutzung, das Ensemble mit dem Pfarrhaus wird enger. Die Eingänge von Kirche und Pfarrheim korrespondieren miteinander und formulieren einen Abschluss am Kirchplatz, der den bisher fehlenden Vorbereich vor der Kirche kompensiert. Demgegenüber separiert sich das benachbarte Wohngebäude.

Die Grundrissorganisation des Pfarrheims ist übersichtlich: die Erschließung folgt dem Innenhof, während die Versammlungsräume vom weiten Blick in den Grünraum profitieren. Die Großräume lassen sich mit beweglichen Trennwänden vielfältig unterteilen. Die Küche orientiert sich mit guter Übersicht zu Eingangshalle und Versammlungsräumen, dahinter folgen die kleineren Gruppen- und Nebenräume.

Die enge Nachbarschaft zur Kirche schafft die Option, die bisherigen Gemeinderäume im Sockel der Kirche mit der Neuplanung gebäudeintern zu verknüpfen.

Die Architektursprache übersetzt das Konzept in zwei massive Gebäudekuben mit Lochfassade, die an einem modernen "Kreuzgang" angedockt sind. Alle Dachflächen sind geneigt; die Pultdächer werden durch eine umlaufende Fuge vom massiven Mauerwerk getrennt. Bei den Versammlungsräumen wird diese Fuge überhöht, so dass ein schmales Lichtband den Baukörper umläuft.

Der Innenhof wird als "Garten der Stille" in die Nutzung des Außenraums einbezogen: hier sind Gruppenstunden, Gesprächskreise oder Meditationen unter freiem Himmel denkbar. Demgegenüber steht der große Grünbereich für aktivere Themen zur Verfügung: von Kinderspiel bis Gartenfest, Volleyball bis Lagerfeuer bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten für alle Gruppen der Gemeinde. Der Garten des Pfarrhauses bleibt unverändert, eine Sickerfläche für Regenwasser wird zum Puffer zwischen privater und öffentlicher Nutzung.

Aktualisiert am Montag, 15. September 2008 um 22:29