Warum denn?
Unser jetziger Pfarrsaal und die Räume im Turm entsprechen nicht mehr den baupolizeilichen Vorschriften für den Feuerschutz. Als der Kirchturm nach dem Krieg gebaut wurde, bestanden diese einschlägigen Auflagen seitens der Feuerwehr noch nicht. Da u.a. die erforderlichen Fluchtwege bei Ausbruch eines Feuers fehlen, die auch nicht durch aufwendige Umbaumaßnahmen geschaffen werden können, hat die Feuerwehr uns vor drei Jahren mitgeteilt, dass nach einer Übergangszeit von zwei Jahren die bisherigen Räume von unserer Gemeinde nicht mehr benutzt werden dürfen. Nur weil wir zugesagt haben, ein neues Pfarrheim zu bauen, ist uns die Karenzzeit eingeräumt worden. Es schwebt also ein "Damoklesschwert" über uns!
Was beudetet das für SIE?
- Es können demnächst u.a. keine Krabbelgruppen mehr stattfinden,
- keine Messdienergruppen und keine Jugendarbeit,
- keine Erstkommunion- und Firmvorbereitung,
- keine Caritas-Konferenzen,
- keine Treffen der Frauengemeinschaft,
- keine Versammlungen der KAB,
- und auch keine Seniorennachmittage.
Das heißt konkret: Unser Gemeindeleben ist dann tot! Wollen Sie das??? Natürlich nicht!!!
Mit dem Bau eines neuen Pfarrheims muss also unverzüglich begonnen werden. Nach einem Architektenwettbewerb ist der vorgesehene Neubau die preisgünstigste Lösung. Wie dieses Heim aussehen soll, können Sie am ausgestellten Modell hinten in unserer Kirche und an den Bauzeichnungen sehen.
Die Raumaufteilung ist eingeschossig so konzipiert, dass durch verschiebbare Zwischenwände einzelne Räume für die verschiedenen Gruppen aber auch ein großer Saal geschaffen werden können. Dieser Saal kann besonders im Winter für Gottesdienste genutzt werden, denn die Energiekosten für Strom und Heizung in unserer Kirche bringen uns schon jetzt an die Grenze unserer finanziellen Möglichkeiten. Die eingesparten Kosten können dann für die Unterhaltung des neuen Pfarrheims verwendet werden.
Finanzierung
Den Bau dieses Pfarrheims können wir nur finanzieren, wenn wir unser Grundstück am Krähnocken, den "Elmar-Sportplatz", als Bauland verkaufen. Die Baugrundverhältnisse sind nach einem Gutachten einwandfrei. Auf Grund unseres Antrages und auf Beschluss der Bezirksvertretung Ha-gen-Eilpe/Delstern hat der Rat der Stadt Hagen die Stadtverwaltung beauftragt, die Umwandlung unseres Grundstücks in Bauland vorzubereiten.
Derzeitige Situation
Leider ist der Ablauf dieses Verfahrens zurzeit sehr schleppend. Dies liegt daran, dass eigennützig einige Anwohner am Krähnocken - die formal sogar zu unserer Pfarrgemeinde gehören - für ihre Kinder unser Grundstück wie in der Vergangenheit als Bolzplatz nutzen wollen. Fadenscheinig wird argumentiert: "Unsere Kinder werden durch zunehmenden Mangel an Bewegung krank und aggressiv." (Anmerkung: Es gibt auch noch andere Privatgrundstücke am Krähnocken und auch andere Sportmöglichkeiten wie z.B. Judo etc.!) In Wirklichkeit handelt es sich um eine begrenzte Zahl von Kindern, die dafür herhalten müssen, damit in der Nachbarschaft der derzeitigen Anwohner junge Eltern nicht auch ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können. Selbstverständlich liegen uns alle Kinder in unserem Stadtteil und unserer Herz-Jesu-Gemeinde am Herzen, aber gemeinnützig müssen wir uns auch um die größere Zahl der Jugendlichen im weiten Umfeld unserer Pfarrgemeinde, aber auch um die älteren Menschen unserer Gemeinde kümmern!
Nun sind einige der Anlieger unseres Grundstücks am Krähnocken der Freien Wählergemeinschaft "Hagen-aktiv" beigetreten und versuchen mit "Hagen-aktiv" durch Sammlung von 8000 Unter-schriften nach § 20b der Gemeindeordnung die Umwandlung unseres Grundstücks in Bauland am Krähnocken zu verhindern. Wir hoffen, dass sie dies nicht erreichen, obwohl viele Bürger unwis-send über die Realität leider ihre Unterschrift leisten und Geschäfte ohne Kenntnis des realen Hin-tergrunds durch Auslegung dieser Unterschriftenlisten irrtümlich die verdeckte Aktion "gegen einen Pfarrheimneubau in Eilpe" unterstützen.
Selbst wenn die Initiatoren vom Krähnocken nach dem Motto: "Ich habe mein Eigenheim, ich will keinen neben mir haben" es nicht schaffen sollten, den Ratsbeschluss der Stadt Hagen abzuändern, werden es diese "Mitbürger" doch vielleicht zumindest schaffen, den erforderlichen Ratsbeschluss und damit den Bau unseres dringend notwendigen Pfarrheims zu verzögern. Wir bitten daher alle Mitglieder unserer Pfarrgemeinde Herz Jesu mit klarstellenden Argumenten den Widersachern und den nicht informierten Bürgern entgegenzutreten.
Herzlichst
Ihr Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde Herz Jesu
Pfarrer Bernhard Meschke, Willibald Joest, Christiane Humpert-Henke, Jürgen Jakobi, Lutz Manka, Beatrix Mohr, Wolfgang Rudolph, Andreas Schmalenberg, Lars Tölpe |